Willkommen bei Tierarzt Dr. med. vet. Rouven Seeberger

Dr. med. vet. Rouven Seeberger, Ihr mobiler Tierarzt aus dem Kraichtal fĂŒr die Region Karlsruhe, Stuttgart, Bruchsal & Bretten.

Sie finden hier weitere Informationen zu meiner Praxis. Schauen Sie sich doch einfach in Ruhe auf meiner Homepage um. NatĂŒrlich stehe ich Ihnen fĂŒr weitere Fragen oder eine individuelle Beratung gerne zur VerfĂŒgung.

TEAM

Dr. Rouven Seeberger

Dr. Rouven Seeberger

  • Geboren in Eberbach/Baden
  • Studium der VeterinĂ€rmedizin in Budapest und Giessen, Approbation in 2010
  • Promotion an der TierĂ€rztlichen Hochschule Hannover mit Erlangung des Dr.med.vet. in 2012
  • TĂ€tigkeit als Tierarzt in einer Praxis bei Bremen 2010-2011
  • Internship an der Klinik fĂŒr Pferde der Uni Giessen2011-2012
  • Assistenzarzt an der Pferdeklinik Kaufunger Wald Prof.Dr. Wolfgang KĂ€hn 2012-2014
  • Assistenzarzt der Pferdeklinik Salzhofen in Bretten 2014 bis zur Praxiseröffnung

Mit Pferden und damit ihren verschiedenen Haltungs-und Gesundheitsproblemen bin ich aufgewachsen. Die Bedeutung einer fachgerechten Vorsorge und Krankheitsbehandlung war mir somit immer bewusst.

Ich war ein erfolgreicher Springreiter bis Klasse S, Teilnehmer an den Deutschen Jugendmeisterschaften sowie an mehreren internationalen Jugendturnieren.

Kooperationspartner

Pferdeklinik Salzhofen www.salzhofen.de

Frank BrĂŒstle www.Pferdezahnarzt.vet

Kernpunkt Pferdezentrum zur PrÀvention und Rehabilitation www.kern-punkt.de

www.Diplovets.com

www.Equitherapie-lacroix.de

Schwarzwaldklinik Neubulach www.schwarzwald-tierklinik-neubulach.de

Julia Wohlwender www.tierwohlwender.de

Zahnbehandlung fĂŒr Pferde

Warum?

Pferde sind von Natur aus Grasfresser und ihr Gebiss ist dementsprechend spezialisiert. Die Ausbildung der PferdezĂ€hne hat sich ĂŒber Jahrhunderte evolutionĂ€r an das Nahrungsangebot angepasst. Anders als die ZĂ€hne der wildlebenden Pferde bedĂŒrfen die ZĂ€hne der domestizierten Pferde der regelmĂ€ĂŸigen und sorgfĂ€ltigen Untersuchung und Behandlung durch Experten.

Zum einen verbrachten Pferde ursprĂŒnglich tĂ€glich dreimal so viel Zeit mit der Nahrungsaufnahme als solche unter uns bekannten Haltungsformen. Zum anderen war silikatreiches Steppengras Hauptbestandteil der Nahrung. Dies und andere Faktoren fĂŒhrten zu einem gleichmĂ€ĂŸigeren Abrieb der ZĂ€hne. Diese Voraussetzungen sind bei den domestizierten Equiden nicht mehr gegeben. Die uns heute bekannten Haltungsbedingungen und ErnĂ€hrungsformen bringen demzufolge Dysbalancen des Kauapparates mit sich.

Wir alle erwarten von unseren Pferden eine optimale Leistung und wollen ihnen ein langes, gesundes und schmerzfreies Leben ermöglichen. Ein gesundes und intaktes Gebiss ermöglicht eine optimale Aufnahme und Verwertung des Futters, wirkt leistungsfördernd im Sinne einer guten Rittigkeit und trÀgt zum allgemeinen Wohlbefinden des Pferdes bis ins hohe Alter bei.

Verzichten Pferdebesitzer auf die regelmĂ€ĂŸige Kontrolle und Korrektur des Pferdegebisses durch den Tierarzt, bilden sich scharfe Kanten, Wellen und Haken an den PferdezĂ€hnen. So kann das Pferd Futter nicht mehr ausreichend zerkleinern. Die Pferde fressen schlecht und meist zögerlich, verlieren an Gewicht und können sogar verhungern.

Eine beeintrĂ€chtigte Kaufunktion begĂŒnstigt zum Beispiel Koliken. ZusĂ€tzlich gehen unbehandelte Zahnprobleme mit starken Schmerzen einher. Solche Symptome sind fĂŒr den Menschen oft schwer zu erkennen. Ein erfahrener Tierarzt kann Ihnen helfen solche ZustĂ€nde zu erfassen. Ein professioneller Blick ins Pferdemaul ist nicht nur bei schlechter Kaufunktion und Verdauungsstörungen lohnend. Auch ein widersetzliches Verhalten, etwa beim Reiten sowie muskulĂ€re Verspannungen können auf ein behandlungsbedĂŒrftiges Gebiss zurĂŒckfĂŒhren.

Wie?

Jedes Pferd benötigt regelmĂ€ĂŸig professionell durchgefĂŒhrte Zahnbehandlungen in einem individuell festgelegten Zeitabstand. Fohlen sollten im ersten Lebensjahr zur Zahnkontrolle vorgestellt werden. Sollte es angeborene Probleme mit dem Gebiss geben, kann frĂŒhzeitig eine geeignete Behandlung durchgefĂŒhrt werden. WĂ€hrend des Zahnwechsels, also bis zum Alter von vier bis fĂŒnf Jahren, sollten ZĂ€hne und Maulhöhle in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden von ca. 6 Monaten kontrolliert werden Nachdem der Zahnwechsel abgeschlossen ist, ist in der Regel eine jĂ€hrliche Untersuchung empfehlenswert.

Das Pferd verfĂŒgt ĂŒber einen sehr komplexen Zahnapparat, dessen Untersuchung und Behandlung eine Angelegenheit fĂŒr spezialisierte TierĂ€rzte mit solider Praxiserfahrung ist. Fehlende medizinische Kenntnisse und mangelnde Erfahrung fĂŒhren zu Fehldiagnosen und entsprechenden Fehlbehandlungen. Eine tierĂ€rztliche Diagnose basiert auf der ganzheitlichen anatomischen Beurteilung des Pferdes und wird nicht auf die Kontrolle des Gebisses reduziert.

Die professionelle Ausbalancierung des Pferdegebisses muss unter Sichtkotrolle in einem fĂŒr den Patienten sicheren Umfeld stattfinden. Das Pferd sollte bei einer Zahnbehandlung weder unter Stress noch unter Angst oder Schmerz leiden. Diese Aspekte machen eine Sedation des Pferdes unumgĂ€nglich. Um die Sedation fĂŒr den Patienten so sicher wie möglich zu gestalten gilt der Leitsatz „So wenig wie möglich so viel wie nötig“. ZusĂ€tzlich wird bei der vorausgehenden Allgemeinuntersuchung die SedationsfĂ€higkeit des Patienten festgestellt. Diese Maßnahmen, die sehr gute VertrĂ€glichkeit der Medikamente und die tierĂ€rztliche Sorgfalt reduzieren das Risiko auf ein Mindestmaß. Die Sorge vieler Patientenbesitzer ist aus tiermedizinischer Sicht unbegrĂŒndet.

Leistungen im Überblick

  Vorbeugende Zahnbehandlungen (Prophylaxe)

  Parodontalbehandlung

  Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen

 Zahnextraktionen am stehenden, sedierten Pferd

  Versorgung von Kiefer- und Zahnfachfrakturen

 Versorgung und Restauration von gebrochenen ZÀhnen

 

Weitere Leistungen
Digitales Röntgen

Eine prÀzise Diagnose ist die Grundlage einer erfolgreichen Therapie.

Das digitale Röntgen minimiert die Strahlenbelastung des Patienten auf das Notwendigste. Eine weitere Besonderheit stellt die Minimierung der Strahlendosis dar. Im Gegensatz zum konventionellen Rönt­gen, wird beim digitalen Röntgen nur noch 1/10 der Strahlendosis gebraucht.

Aus diesem Grund arbeite ich ausschließlich mit dem MarktfĂŒhrer digitaler transportabler RöntgengerĂ€te.

Die Vorteile digitaler Röntgentechnik liegen klar auf der Hand:

  • Hervorragende BildqualitĂ€t durch besondere Bildbearbeitung
  • Sofortige VerfĂŒgbarkeit
  • Wiederholung der Aufnahmen sehr selten notwendig
  • Möglichkeiten vielfĂ€ltiger Nachbearbeitung
  • Sehr geringe Strahlenbelastung von nur 1/10 im Vergleich zum herkömmlichen Röntgen
  • Keine Folienkosten, keine chemischen, zu entsorgenden Substanzen
  • Auf Wunsch des Kunden CD
Blutuntersuchung

Die Ergebnisse sind in der Regel bereits nach 1-2 Tagen abrufbar.
Wir arbeiten mit IDEXX Laboratories zusammen.

OrthopÀdie

Bei schwierigem orthopÀdischem Status garantiere ich eine kollegiale Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen.

Internistische Erkrankungen

Durch meine langjĂ€hrige Erfahrung und Ausbildung ist ihr Pferd in besten HĂ€nden wenn es um die Diagnostik und Behandlung innerer Erkrankungen geht. Eine rechtzeitige Überweisung an spezialisierte Kollegen bei entsprechendem Status ist zum Wohle des Tieres fĂŒr mich selbstverstĂ€ndlich

Checkliste fĂŒr Pferdebesitzer

Vor der Behandlung:
  • Das Pferd sollte vor der Sedation/ Behandlung nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig angestrengt werden
  • Nicht direkt vor der Behandlung fĂŒttern
  • Maul ausspĂŒlen
WĂ€hrend der Behandlung:
  • Ruhiger und trittfester Platz
  • Ein Eimer Wasser zum reinigen der Instrumente
  • Balken
Nach der Behandlung:
  • Bitte lassen Sie das Pferd 1-2 Stunden nach Beendigung der Behandlung nicht fressen.
  • Trinken ist in dieser Zeit erlaubt.
  • Am besten stellen Sie das Pferd in eine Box mit SĂ€gespĂ€nen oder einen Paddock. Ist das nicht möglich, kann es auch angebunden werden oder einen Maulkorb aufgesetzt bekommen.
  • Bitte trennen Sie es von anderen Pferden, da es auf DrohgebĂ€rden nicht ausreichend reagieren und sich nicht wehren kann.
  • Falls das Pferd geschwitzt hat, empfiehlt es sich, es kurz einzudecken.
  • Manchmal zeigen sich als Nebenwirkungen Muskelzittern oder kalter Schweiß. Dies lĂ€sst meist schnell nach, wenn das Pferd gefĂŒhrt wird. Im Sommer hilft auch das Abspritzen der Beine, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Das Wasser sollte nicht zu kalt sein.
  • Das Mittel, mit dem Ihr Pferd sediert wurde, ist sehr harntreibend. Daher wird das Pferd in den ersten Stunden nach der Behandlung öfter Wasser lassen.
  • FĂŒttern Sie dem Pferd als erste Mahlzeit nach der Sedation Mash oder eingeweichte Heucobs und reduzieren Sie das Raufutter auf ca. 70 Prozent der Normalration. FĂŒttern Sie ĂŒber 2-3 Tage Mash oder eingeweichte Heucobs 1-2 mal tĂ€glich zusĂ€tzlich.
  • In seltenen FĂ€llen beginnt das Pferd bei den ersten Fressversuchen stark zu speicheln oder spuckt das Heu wieder aus. Diese Symptome sind in der Regel nach 2-3 Tagen verschwunden.
  • GrundsĂ€tzlich kann das Pferd 4-6 Wochen brauchen, bis das bestmögliche Behandlungsergebnis erreicht wird. In manchen FĂ€llen ist eine Nachbehandlung schon nach kurzer Zeit nötig.
  • Wurden bei Ihrem Pferd WolfszĂ€hne entfernt, benötigen die Wunden einige Zeit zum Verheilen. Es empfiehlt sich, mindestens 7 Tage keine Trense zu verwenden.
  • Wichtig: ÜberprĂŒfen Sie, ob die Tetanusschutzimpfung noch wirksam ist.
  • Bis zu 9 Tage lang kann eine Dopingprobe positiv ausfallen. Deshalb: keine Turnierteilnahme in diesem Zeitraum.

Gut zu wissen…

Ihr Pferd soll eine Zahnbehandlung bekommen?! Dabei werden Untersuchungen durchgefĂŒhrt, gegebenenfalls soll Ihr Pferd auch operiert werden. Über die Komplikationen die möglicherweise auftreten können, möchten wir Sie kurz aufklĂ€ren.

Sollten Sie noch Fragen haben stehen wir Ihnen gerne zur VerfĂŒgung.

Informationen
Diagnostik
  • Untersuchung der Maulhöhle: Es kann zu Verletzungen kommen bei der Anwendung des Maulgatters.
  • Röntgenuntersuchung: allgemeine Verletzungsgefahr.
AnÀsthesie
  • Sedierung per Injektion oder Infusion: Gefahr von Kreislaufbeschwerden und Verletzungsgefahrdurch NiederstĂŒrzen oder Abwehrbewegungen, SchĂ€digung von BlutgefĂ€ĂŸen (z.B. VenenentzĂŒndung), es besteht die Möglichkeit der Ausbildung einer Kolik.
  • Örtliche BetĂ€ubung durch Leitungs- und LokalanĂ€sthesie: mögliche SpĂ€tschĂ€den durch die Verletzung von Nerven und BlutgefĂ€ĂŸen. Kauen auf der betĂ€ubten Zunge.
Behandlung und Operation
  • ZahnfĂŒllung bei Karies sowie AuffrĂ€sen von Interdentalspalten bei Paradontitis: Es besteht die Möglichkeit der Öffnung von WurzelkanĂ€len mit Folge einer Infektion, dadurch kann ein erneuter Eingriff sowie die Extraktion des betroffenen Zahnes notwenig sein.
  • Zahnextraktion :
    Die Lockerung und Extraktion eines Zahnes oder mehrere ZĂ€hne erfolgt mit speziellen Instrumenten: Gefahr der Fraktur, Verletzung von benachbarten ZĂ€hnen und des Kieferknochens sowie Verletzung von Weichteilen kann nicht ausgeschlossen werden.

    Perforation der Nasennebenhöhlen mit nachfolgender Infektion.

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Sonstiges
  • HĂ€ufig erhalten Patienten im Rahmen der Nachsorge einer Extraktion einer oder mehrerer ZĂ€hne EntzĂŒndungshemmer, Schmerzmittel oder ggfs. Antibiotika. Dabei können UnvertrĂ€glichkeiten (allergische Reaktion) sowie unerwĂŒnschte Nebenwirkungen (MagengeschwĂŒre) auftreten.
  • Zahnextraktionen sind in einigen FĂ€llen nur in mehreren Sitzungen möglich. Verbliebene Zahn- und Knochenfragmente können hĂ€ufig leichter nach einer Wartezeit entfernt werden.
  • Auch nach einer erfolgreichen Zahnextraktion kann es zur EntzĂŒndung des Zahnfaches oder der Nasennebenhöhlen kommen.
  • Nach einer Extraktion muss der Gegenzahn regelmĂ€ĂŸig gekĂŒrzt werden, dadurch wird das verhindert das dieser in die ZahnlĂŒcke einwĂ€chst.

Tierarzt Dr. med. vet.
Rouven Seeberger

Hauptstraße 128
75059 Zaisenhausen
Telefon +49 172 6330505
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